Agricotta

Pantasina, Liguria, Italien

Agricotta steht für biologisches Olivenöl aus 100 Prozent Taggiasca-Oliven. Das mild-fruchtige, hochdelikate Öl duftet nach Mandeln und Pinienkernen und zeigt am Gaumen zarte Butternoten mit feiner Taggiasca-Note. Seit 2005 ist der Betrieb biozertifiziert.

Die Taggiasca-Oliven wachsen hoch über Imperia. Gepresst wird bei Giuseppe Cotta noch mit einer alten Steinmühle aus Kalkstein aus der Region.

Wie wir Giuseppes Taggiasca-Olivenöl entdeckten

Wir waren nicht sicher, ob sich die Reise nach Imperia lohnen würde, denn wir hatten ja schon diverse Olivenöle im Angebot. Doch Ligurien war schon immer für spezielles Öl berühmt – so nahmen wir den Weg auf uns.

Von der Ausfahrt Imperia, Direzione Valle degli Ulivi, fahren wir ins Tal hinein, vorbei an den bekannten Ölmühlen mit den günstigen Ölen. Leider liegen die wirklich guten Olivenhaine nicht so günstig, sondern weit oben am Apennin. Nach einer Stunde gelangt man in das unglaublich schön gelegene Bergdorf Pantasina (450 m ü.M.) weit oberhalb Imperia, in den höchsten Lagen, wo der Olivenbaum noch wächst. Man sieht bis ans Meer, und überall stehen die wunderschön knorrigen Olivenbäume mit den kleinen Taggiasca-Oliven.

Da findet man das Schild «Giuseppe Cotta» und seinen kleinen Einmannbetrieb. Für Giuseppe ist das nichts Ungewöhnliches, er hat auch noch seine eigene Mühle, die aus zwei grossen, aus der Gegend stammenden Kalksteinen (colombina) besteht. Trocken sagt er: «Wenn die kaputt gehen, höre ich auf mit der Ölproduktion».

Die Taggiasca-Olive geht auf das 12. Jahrhundert zurück und wurde durch Benediktinermönche eingeführt, welche diese Sorte in ihren Pflanzungen selektionierten. Bis heute findet man die Taggiasca-Olive nur in der Küstenzone zwischen Nizza und Alassio. Giuseppe besitzt auf fünf Hektaren Land 1600 Olivenbäume.

Vom Pressen bis zum frisch gewonnenen Öl bleibt bei Agricotta alles nah am Ursprung. Keine grosse Show, dafür viel Sorgfalt. Kleine Taggiasca-Oliven, grosses Aroma: mild, fein nussig und mit dieser leisen Eleganz, die man nicht erfinden kann.

Giuseppe Cotta in Pantasina. Ein Mann, seine Olivenbäume und eine Steinmühle, bei der man besser hofft, dass sie noch lange hält.

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