ArPePe

Sondrio, Lombardia, Italien

ArPePe steht für klassische Veltliner aus Nebbiolo, gewachsen auf steilen, steinigen Terrassen im Veltlin. Die Weine reifen lange in grossen Kastanien- und Eichenfässern und zeigen genau das, was dieses Bergtal ausmacht: Feinheit, Klarheit, Tiefe und eine Eleganz, die nichts mit modischem Barrique-Getöse zu tun hat.

Die roten Felsen von Grumello zeigen, woher die Weine von ArPePe ihre Spannung bekommen: karge Böden, steile Terrassen und Nebbiolo mit alpiner Klarheit.

Arturo Pelizzatti, das gute Gewissen des Veltlins

Arturo Pelizzatti hatte den Mut, nach dem Verlust des Familienbetriebs in den 1970er-Jahren neu anzufangen. Aus jenen Spitzenlagen, die er glücklicherweise an den Familienstreitigkeiten vorbeimanövrieren konnte, kelterte er Veltliner, wie man sie lange nicht mehr getrunken hatte: unverschnitten, ohne modischen Barrique-Standard und lange im Kastanien- und Eichenfass gereift.

Christoph erzählt: «Ich hatte Arturo Ende der 1980er-Jahre entdeckt, nachdem ich desillusioniert das Veltlin schon fast ganz aufgegeben hatte. An einem Marketinganlass in Maienfeld war plötzlich ein Veltliner in meinem Glas, der zwar niemandem rundherum auffiel, man befand sich doch in einer Euphorie des neuen Holzes und der vermeintlichen Konzentration, der mir aber alles, was ich an alten Veltlinern kannte, wieder ins Bewusstsein rief: diese Zartheit und Feinheit, die reife Harmonie und Bekömmlichkeit und eine Leichtigkeit, die trotzdem die üppigsten Essen aufs Schönste begleitet. Blitzartig erkannte ich: So muss ein Wein aus dem kargen Bergtal schmecken, gewachsen auf steilen, steinigen Terrassen, so wie reines, klares Bergwasser.»

Arturo starb 2004 und hinterliess seinen Nachkommen ein grosses Vermächtnis. Tochter Isabella und Sohn Emanuele führten das Weingut glücklicherweise bereits einige Jahre an seiner Seite und wissen um die Verantwortung, die sie übernommen haben.

So gehören die ArPePe-Weine heute zu den grossen Klassikern des Gebiets. Sie haben ihre Spitzenqualität längst nicht nur im Veltlin bewiesen, sondern auch weit darüber hinaus.

Nebbiolo ist Programm

Seit den 1980er-Jahren sind die Weine von ArPePe bei Scala Vini vertreten. Unter den Händen von Emanuele und Isabella sind sie in den letzten Jahren nochmals gewachsen: klarer, präziser, ohne dabei die Grösse und Komplexität Arturos zu verlieren.

Noch immer sind grosse Kastanienfässer und ein langer Ausbau Pflicht. Die neue Generation weiss um die Verpflichtung eines grossen Nebbiolo-Gebiets und hat dies auch international klar gemacht. ArPePe steht heute weltweit für das Beste, was aus Nebbiolo entstehen kann.

Neben den grossen Riservas zeigt auch der Rosso di Valtellina, wie viel Klarheit und Feinheit in diesem Gebiet steckt: aromatisch, leichtfüssig und doch kraftvoll. Ein Wein, der wunderbar zu einer Trinkgewohnheit passt, die Frische, Frucht und Eleganz sucht.

Nebbiolo im Veltlin ist Handarbeit an steilen Hängen. Wer hier Reben pflegt, sollte schwindelfrei sein oder sehr gute Ausreden haben.

Pressestimme: Nebbiolo, der begeistert

«Nebbiolo gedeiht ausserhalb des Piemonts vor allem im Veltlin. Aus diesem verkannten italienischen Gebiet mit alpinem Klima, nahe der Schweizer Grenze, hatte ich kürzlich eine wunderbare Trouvaille im Glas. Der Rosso di Valtellina 2018 des Weinguts ArPePe, ausgeschenkt pro Deziliter im Restaurant Schlüssel in Zürich, ist schlicht und ergreifend unschlagbar gut.»

Ihn zeichnen schöne Aromatik, Kraft gepaart mit Eleganz, Feinheit und gute Länge aus. Der Nebbiolo ist bekömmlich und von einer Leichtigkeit, die begeistert. Der Wein wächst auf steilen, steinigen Terrassen und reift in grossen Holzfässern aus Kastanie und Eiche.

Einer der besten Veltliner überhaupt

Von Barriques wollen die Geschwister Isabella und Emanuele Pelizzatti, die das Weingut heute führen, glücklicherweise nichts wissen. ArPePe ist ein Name, der für klassische Weine steht. Den Betrieb aufgebaut hatte Arturo Pelizzatti, der auch schon als «das gute Gewissen des Veltlins» bezeichnet wurde. Er hinterliess ein grosses Vermächtnis, das seine Kinder mit Geschick und Leidenschaft weiterführen.

Die Crus sind heute noch präziser und klarer geworden. Dies zeigt der Grumello Sant’Antonio 2013, eine grossartige Riserva: vielschichtiges Bouquet von roten Früchten, Kräuter- und mineralischen Noten, dicht, tiefgründig, komplex, von grosser Eleganz, mit feinen Gerbstoffen und langem Nachhall. Der Nebbiolo besitzt trotz seinen zehn Jahren weiterhin gutes Reifepotenzial.

Quelle: Peter Keller, Weinkeller NZZ

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