
Fieschi Augusto
Cremona, Lombardia, Italien
Cremona ist nicht nur die Stadt der Geigenbauer, sondern auch die Heimat der Mostarda. Augusto Fieschi stellt seit 1867 Mostarda, Torrone und Cremoneser Spezialitäten her. Ganze kandierte Früchte, Senföl und Sirup ergeben hier keine brave Konfitüre, sondern eine süss-scharfe Begleitung zu Käse, Siedfleisch, Salami und allem, was ein wenig Gegenwehr verträgt.


Mostarda und Cotognata gehören zu Cremona wie die Geige zur Musik. Nur dass die Mostarda manchmal etwas schärfer spielt.
Mostarda aus Cremona
Cremona ist nicht nur die Heimat der Stradivari, sondern auch die Stadt der Mostarda. Diese berühmten Senffrüchte gehören zu den Spezialitäten, die man zuerst nicht ganz versteht und dann plötzlich vermisst, sobald sie fehlen.
Die Geschichte von Augusto Fieschi beginnt 1867. Damals nahm Fieschi die Cremoneser Tradition der Mostarda wieder auf und stellte daneben auch Torrone und typische Süsswaren der Stadt her. Bis heute steht der Name für Mostarda di Cremona mit sorgfältig ausgewählten Zutaten und einem klaren Bezug zur Tradition.
Mostarda ist keine Konfitüre, auch wenn Früchte und Zucker im Spiel sind. Ganze Früchte wie Birnen, Kirschen, Aprikosen, Feigen, Zedrat oder Melone werden kandiert und mit Senföl aromatisiert. Daraus entsteht dieser eigenartige, wunderbare Gegensatz: süss, fruchtig, glänzend und dann plötzlich scharf. Also ungefähr das Gegenteil von langweilig.
Früher war Mostarda eine Möglichkeit, Früchte haltbar zu machen und sie gleichzeitig als würzige Begleitung zu Fleisch, Käse und gekochten Speisen zu verwenden. In Cremona wurde daraus eine eigene Spezialität. Man findet Hinweise auf ähnliche Frucht-Senf-Zubereitungen schon in der Antike, und die Cremoneser Mostarda hat über Jahrhunderte ihren festen Platz in der Küche behalten.
Bei Fieschi gefällt uns besonders, dass die Mostarda nicht zur harmlosen Zuckerdekoration geworden ist. Viele moderne Mostarde schmecken fast nur noch süss. Fieschi bewahrt die Schärfe, die Spannung und den eigentlichen Sinn dieses Produkts: Es soll nicht einfach nett sein, sondern dem Teller Leben geben.
Die klassische Mostarda passt wunderbar zu Siedfleisch, Bollito misto, Salami, Mortadella, gereiftem Käse oder Frischkäse. Und ja, man kann sie auch einfach neugierig mit einem Stück Brot probieren. Danach weiss man ziemlich schnell, ob man zu den Menschen gehört, die Mostarda verstehen. Wir hoffen es natürlich.


Fieschi gehört seit 1867 zur kulinarischen Geschichte Cremonas. Mostarda, Torrone und Süsswaren, aber bitte nicht alles gleichzeitig aufs gleiche Brot.
Senapata und Mostarda di Milano
Neben der klassischen Mostarda di Cremona gibt es bei Fieschi auch Spezialitäten wie Senapata und Mostarda di Milano.
Senapata wird aus Äpfeln und Quitten hergestellt und mit Senföl aromatisiert. Sie ist fester als Mostarda, lässt sich in Scheiben oder Würfel schneiden und passt hervorragend zu Käse, Salami, Siedfleisch oder Braten. Die runde Holzschachtel sieht dabei fast zu hübsch aus, um sie einfach in den Kühlschrank zu stellen. Fast.
Die Mostarda di Milano ist cremiger und wird aus ausgewählten Früchten wie Apfel, Birne, Orange und Kirsche hergestellt. Auch hier kommt Senföl dazu, aber die Textur ist weicher und die Anwendung etwas unkomplizierter. Sie passt zu Frischkäse, Wurstwaren, gekochtem Fleisch, Geflügel oder auch als kleine freche Beigabe in eine Füllung.
Wichtig zu wissen: Die Schärfe von Senföl lässt mit der Zeit nach. Wer Mostarda richtig erleben will, sollte sie nicht jahrelang als Deko im Vorratsschrank bewundern. Essen ist hier eindeutig die bessere Form der Lagerung.

Typische Produkte dieses Produzenten




