
Bodega Son Vich de Superna
Esporles, Mallorca, Spanien
Nach einem Klettertag auf Mallorca entdeckten wir auf der Heimfahrt dieses wunderschöne Weingut in der Serra de Tramuntana. Beim Besuch überzeugte uns besonders der reine Manto Negro aus der höchstgelegenen Parzelle: eine autochthone Traubensorte der Insel, klar, würzig, mineralisch und erstaunlich elegant.


Reben, Palmen und die Serra de Tramuntana: Son Vich de Superna zeigt eine andere Seite Mallorcas, weit weg vom Liegestuhl und ziemlich nah am Stein.


Zwischen Rebberg, Schafen und Keller entsteht hier kein lauter Inselwein, sondern ein Manto Negro mit Frische, Würze und erstaunlicher Ruhe.
Die Supernins
Der Name Son Vich de Superna erinnert an die «Supernins», die wehrhaften Bewohner dieses Tals. Früher wurden sie gerufen, wenn Piraten an der Küste auftauchten und vertrieben werden mussten. Eine schöne Geschichte, und ehrlich gesagt auch eine ziemlich gute Herkunft für einen Wein.
Auch der Wein selbst hat etwas von einem Piraten auf Mallorca. Nicht im Sinne von grob oder laut, sondern weil er sich nicht brav in das Bild fügt, das man von Inselwein vielleicht im Kopf hat.
Der reine Manto Negro aus der höchsten Lage des Weinguts zeigt klare Frucht, Würze, Mineralität und Fülle, ohne schwer zu werden. Genau diese Spannung macht ihn so reizvoll: mediterran, aber nicht überreif, kraftvoll, aber nicht plump.
Manto Negro ist eine autochthone Traubensorte Mallorcas. Sie kann rustikal wirken, wenn man sie falsch behandelt. Bei Son Vich de Superna zeigt sie sich dagegen saftig, eigenständig und erstaunlich fein. Kein Wein für Menschen, die Mallorca nur aus dem Flughafenshop kennen.

Typische Produkte dieses Produzenten

