Bodegas Hermanos Peciña

San Vicente, La Rioja, Spanien

Bodegas Hermanos Peciña steht für klassischen Rioja aus der Rioja Alta: Tempranillo mit saftiger Frucht, Eleganz und Länge, ohne modisches Aufblasen. Die Familie arbeitet in der Sonsierra Riojana, zwischen Sierra Cantabria und Ebro, und setzt auf Handlese, sorgfältige Selektion und traditionellen Ausbau.

Die Rioja Alta, von der Natur aus bevorzugt

Bodegas Hermanos Peciña liegt im Herzen der Rioja Alta, genauer in der Sonsierra Riojana. Hier reicht die Weinbautradition mehrere Jahrhunderte zurück. Neben den Weinbergen findet man noch heute zahlreiche in den Fels gehauene alte Weinpressen.

Die Lage ist für den Weinbau besonders günstig: im Norden die Sierra Cantabria, im Süden der Ebro, dazwischen ein Klima, in dem atlantische Frische und mediterrane Wärme aufeinandertreffen. Daraus entsteht ein eigenes Mikroklima, das den Trauben Reife, Frische und Spannung mitgibt.

Die Böden bestehen aus dem für die Gegend typischen kalkhaltigen Lehm. Sie geben den Weinen Geschmeidigkeit, Volumen und jene ruhige Struktur, die man bei klassischem Rioja so sehr schätzt.

Auch der Nordwind spielt mit. Er hilft, die Reben gesund zu halten und schützt vor Schädlingen und Fäulnis. Dazu kommen rund 2800 Sonnenstunden pro Jahr und eine Niederschlagsmenge von etwa 500 Litern pro Quadratmeter. Die Reben müssen sich also ein wenig anstrengen. Das ist bei Menschen manchmal mühsam, bei Reben meistens eine gute Nachricht.

Die Weinberge liegen zwischen 475 und 600 Metern über Meer. So kann gestaffelt gelesen werden: Die ersten Trauben kommen aus den tieferen Lagen, die letzten aus den höheren Parzellen. Zwischen Anfang und Ende der Ernte können gut 25 Tage liegen.

Gelesen wird von Hand, selektioniert wird sorgfältig. Nur die besten Trauben kommen weiter, der Rest darf sich über eine sehr kurze Karriere wundern.

Die Trauben werden immer von Hand geerntet, normalerweise zwischen Ende September und Anfang Oktober. Die Früchte mit der besten Qualität werden zu 15 kg in Kisten gesammelt und zum Auswahltisch geleitet.

Alle Trauben gären in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur. Sobald die alkoholische Gärung abgeschlossen ist, beginnt die malolaktische Gärung in Edelstahltanks, mit Ausnahme des Gran Chobeo, der in Fässern aus amerikanischer Eiche vergoren wird. Nach Abschluss dieser Gärung verbleiben die Weine für mindestens sechs Monate in den Tanks, bevor sie in Holzfässern ausgebaut werden.

Nach dem Umfüllen in die Fässer wird der Wein alle sechs Monate nach der traditionellen Methode des Schwerkraftumfüllens umgefüllt.

Rioja nach alter Schule

Bei Bodegas Hermanos Peciña wird Rioja nicht neu erfunden. Zum Glück. Die Familie arbeitet nach der klassischen Methode der Rioja Alta, mit Handlese, sorgfältiger Selektion, langer Reifung und viel Geduld im Keller.

Nach der Gärung bleiben die Weine zunächst mehrere Monate im Tank, bevor sie in Holzfässer umziehen. Dort reifen sie nicht einfach still vor sich hin. Alle sechs Monate werden sie traditionell umgezogen, also von Fass zu Fass gefüllt, ohne Pumpen und nur mit Schwerkraft. Dabei trennt sich der Wein auf natürliche Weise von den feinen Trubstoffen und gewinnt Klarheit, Ruhe und Eleganz.

Diese alte Methode ist aufwendiger als moderne Kellertechnik. Sie braucht Platz, Zeit und Menschen, die wissen, was sie tun. Dafür entstehen Weine, die nicht laut nach Holz schmecken, sondern nach Rioja: rote Frucht, Würze, feine Reife, weiche Gerbstoffe und diese klassische Länge, die man nicht mit Abkürzungen bekommt.

Auch der Crianza folgt diesem Verständnis. Er ist kein schneller, fruchtiger Wein mit etwas Eiche zur Dekoration, sondern ein klassischer Rioja mit Substanz. Die Frucht bleibt saftig, das Holz begleitet, und die Reife bringt jene Geschmeidigkeit, die den Wein so trinkig macht. Genau hier zeigt sich, warum Peciña für uns so spannend ist: klassisch, aber nicht verstaubt.

Edelstahl für die saubere Gärung, Holzfass für die Reife: Bei Peciña wird der Wein alle sechs Monate traditionell mit Schwerkraft umgefüllt.

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