Daniela Medina

Cressa, Piemonte, Italien

Daniela und Thommy Medina arbeiten in Cressa im Piemont mit Bienen und gewinnen biozertifizierte Honige aus verschiedenen Trachten. Je nach Blüte, Wetter und Standort entstehen ganz unterschiedliche Sorten: von mildem Lindenblütenhonig über duftigen Orangenhonig bis zum raren Alpenrosenhonig. Honig ist hier kein standardisiertes Süssungsmittel, sondern ein kleines Abbild der Landschaft.

Daniela und Thommy Medina arbeiten mit den Bienen, nicht gegen sie. Der Honig entsteht draussen, im Rhythmus der Blüten, des Wetters und der ziemlich klaren Meinung eines Bienenvolks.

Honig aus Blüte, Landschaft und Geduld

Ein königliches Gewerbe, das mit den Bienen. Daniela und Thommy Medina pflegen ihre Völker in Cressa im Piemont und gewinnen Honig aus unterschiedlichen Blüten und Trachten. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn Honig lässt sich nicht nach Rezept herstellen. Die Bienen sammeln, was die Landschaft gerade bietet, und der Imker darf hoffen, dass Wetter, Blüte und Volk im gleichen Moment guter Laune sind.

Genau deshalb schmeckt nicht jeder Honig gleich. Lindenblütenhonig zeigt eine andere Aromatik als Orangenhonig, Alpenrosenhonig wieder eine ganz andere. Manche Honige sind mild und hell, andere würziger, dunkler oder kräftiger. Und gewisse Sorten gibt es nicht jedes Jahr in der gleichen Menge. Das ist kein Fehler, sondern Natur.

Honig entsteht, wenn Bienen Nektar oder Honigtau aufnehmen, im Stock weitergeben, mit eigenen Enzymen verändern und den Wassergehalt langsam reduzieren. Erst wenn der Honig reif ist, wird er in den Waben mit Wachs verdeckelt. Für den Imker ist das der Moment, in dem geerntet werden kann.

Wichtig ist danach eine schonende Verarbeitung. Guter Honig braucht keine Tricks, keine Aromatisierung und keine Eile. Er soll zeigen, was die Bienen gesammelt haben: Blüte, Wald, Wiese, Wärme, Kälte, Regen, Sonne. Also eigentlich das ganze Jahr in einem Glas, nur deutlich praktischer aufs Brot zu bringen.

Im Piemont entstehen besonders spannende Honige, weil die Landschaft so vielfältig ist. Akazie, Kastanie, Linde, Alpenblüten, Rhododendron und Waldtrachten prägen je nach Region und Jahreszeit den Charakter. Bei Daniela und Thommy Medina wird daraus ein kleines Sortiment, das nicht immer vollständig verfügbar ist. Wer Bienen fragt, bekommt eben keinen Jahresplan mit Excel-Tabelle zurück.

Honig ist empfindlich. Er nimmt fremde Gerüche leicht an und sollte dunkel, kühl und gut verschlossen aufbewahrt werden. Wenn er kristallisiert, ist das kein Qualitätsfehler, sondern normal. Man kann ihn im lauwarmen Wasserbad wieder cremiger machen. Nur bitte nicht kochen. Honig ist kein Sirup mit Diplom, sondern ein Naturprodukt.

Vom Schleudern bis zum Lagern zählt Sorgfalt. Honig ist fertig, wenn die Bienen ihn fertig gemacht haben. Der Mensch sollte danach möglichst wenig kaputtmachen.

Typische Produkte dieses Produzenten