
Jan Adank Weinbau
Fläsch, Graubünden, Schweiz
Jan und Corinne Adank führen in Fläsch einen kleinen Weinbaubetrieb mit gut 3,5 Hektaren Reben. Die Rebberge liegen geschützt am Fläscher Berg, an der «Halde» und im «Feld» zwischen Fläsch und Maienfeld. Blauburgunder steht im Zentrum, dazu kommen Riesling-Silvaner, Weissburgunder, Diolinoir, Blaufränkisch, Räuschling, Gewürztraminer und Cabernet Blanc. Klassisch verwurzelt, aber offen für Neues.
Ehrliche Weine aus Fläsch
Jan Adank Weinbau liegt in Fläsch, einem der bekanntesten Weinorte der Bündner Herrschaft. Die Rebberge befinden sich nördlich geschützt vom Fläscher Berg an der «Halde» sowie im «Feld» zwischen Fläsch und Maienfeld. Es ist kein grosser Betrieb, und genau das ist hier ein Vorteil: Die Wege sind kurz, die Reben überschaubar, die Arbeit bleibt nah am einzelnen Weinberg.
Gegründet wurde der Betrieb 1985 von Markus und Jolanda Adank. Damals bildeten ein alter Keller in Maienfeld und knapp 2,5 Hektaren Reben die Grundlage. 1991 wurde in Fläsch der heutige Keller gebaut, später vergrössert und modernisiert. Aus den anfänglich zwei Weinen entstand mit der Zeit ein breiteres Sortiment, geprägt von Experimentierfreude und Freude am eigenen Weg.
Jan brachte 2012 seine ersten eigenen Ideen ein. Inspiriert vom Tessin experimentierte er auf dem elterlichen Betrieb, und der «Vikari» war der erste Wein, den er selber kreierte. Ein Blauburgunder mit eigener Handschrift also, nicht einfach ein weiterer Fläscher Pinot im Sonntagsgewand.
Anfang 2020 übernahmen Jan und Corinne den Betrieb von Markus und Jolanda. Heute bewirtschaften sie gut 3,5 Hektaren Reben. Im Zentrum steht Blauburgunder, dazu kommen Riesling-Silvaner, Weissburgunder, Diolinoir, Blaufränkisch, Räuschling, Gewürztraminer und Cabernet Blanc. Das ist für einen kleinen Betrieb eine schöne Vielfalt, aber keine Spielerei: Jede Sorte muss in Fläsch ihren Platz finden.
Besonders sympathisch ist die Haltung: «Mit ehrlichen Weinen in die Zukunft.» Das klingt schlicht, meint aber ziemlich viel. Kein Herbizid in den Reben, schonender Umgang mit Boden und Pflanzenschutz, mehr Blütenangebot für Bienen und Nützlinge, mehr Aufmerksamkeit für das Leben zwischen den Rebzeilen. Man merkt, dass hier nicht einfach Wein produziert wird, sondern ein Betrieb Schritt für Schritt weitergedacht wird.
Die Weine bleiben dabei zugänglich und bodenständig. Riesling-Silvaner frisch und direkt, Weissburgunder mit Frucht und Spiel, Blauburgunder als Herzstück, daneben Spezialitäten für Neugierige. Jan und Corinne wirken nicht wie Menschen, die alles umkrempeln wollen, nur damit es neu aussieht. Eher wie zwei, die wissen, was sie übernommen haben, und trotzdem genug Lust haben, eigene Spuren zu legen.
Für uns ist Jan Adank Weinbau natürlich auch familiär besonders nah. Aber Verwandtschaft allein verkauft noch keinen Wein. Gut so. Denn am Ende muss es im Glas stimmen, und genau dort zeigt sich: Fläsch kann elegant, klar und lebendig sein, auch ohne grosses Getöse.
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