
Bois de Boursan
Chatenauneuf-du-Pâpe, Rhône, Frankreich
Bois de Boursan zeigt Châteauneuf-du-Pape von seiner klassischen, eleganten Seite. Jean-Paul Versino arbeitet mit alten Reben, den traditionellen Traubensorten des Gebiets und einem Ausbau in grossen alten Holz- und Zementfässern. Kraft ist hier vorhanden, aber nie als Muskelspiel. Entscheidend sind Tiefe, Würze, Wärme und Feinheit.


Jean-Paul Versino, Châteauneuf-du-Pape
Bei Châteauneuf-du-Pape denkt man schnell an Üppigkeit, Alkohol und Extraktsüsse. Das alles ist in diesem Gebiet nicht schwer zu bekommen. Schwieriger ist es, diese Kraft mit Feinheit, Eleganz und Trinkfluss zu verbinden.
Genau darin liegt die Stärke von Bois de Boursan. Jean-Paul Versino arbeitet mit alten Reben und den traditionellen Traubensorten des Châteauneuf-du-Pape. Gekeltert und ausgebaut wird in grossen alten Holz- und Zementfässern. Keine modische Schminke, kein Holztheater, keine übertriebene Konzentration.
Christoph entdeckte die Weine in Stockholm, mitten im französischen Wahlkampf. Und, oh Freude, Bois de Boursan hatte damals keinen Importeur mehr in der Schweiz. Die erste Reaktion war trotzdem nicht nur Begeisterung: Brauchen wir wirklich noch einen Châteauneuf-du-Pape?
Die Antwort kam in Leissigen ziemlich schnell. Die gestrengen Degustatoren waren begeistert, und der spätere Besuch auf dem Weingut bestätigte den Eindruck. Die Weine haben Wärme, Würze und Fülle, aber sie bleiben klar, lebendig und erstaunlich fein.
Bois de Boursan verändert den Blick auf ein Gebiet, das man zu kennen glaubt. Châteauneuf-du-Pape kann gross sein, ohne breit zu werden. Und genau das ist hier der Punkt.
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