Casa del Grano

Elmas, Sardegna, Italien

La Casa del Grano wurde in den 1950er-Jahren von der Familie Rais als kleiner Handwerksbetrieb auf dem Markt in der Via Pola gegründet. Heute ist daraus eine spezialisierte Pastafabrik in Cagliari Elmas geworden, die sardische Klassiker wie Fregola, Malloreddus und Maccarronis de busa mit viel Erfahrung, langen Trocknungszeiten und eigens angepassten Maschinen herstellt.

Fregola Sarda ist eine der ältesten sardischen Teigwaren. Aus Griess und Wasser entstehen kleine, unregelmässige Kügelchen, die geröstet werden und dadurch ihre goldene Farbe und den leicht nussigen Geschmack bekommen.

Sardische Pasta mit eigener Maschine

La Casa del Grano wurde in den 1950er-Jahren von der Familie Rais als kleiner Handwerksbetrieb auf dem Markt in der Via Pola gegründet. Aus der Suche nach dem idealen Rezept und der richtigen Verarbeitung für «Is Malloreddus» entstand später die moderne Pastafabrik im Industriegebiet von Cagliari Elmas.

Graziella Rais, die Tochter von Dario, führte das Familienerbe weiter. Sie verbesserte bestehende Maschinen, passte sie an und entwickelte neue Lösungen, damit die Pasta industriell zuverlässig hergestellt werden kann, aber trotzdem nahe an der handwerklichen Qualität bleibt.

Besonders wichtig ist die Fregola. Traditionell wird Griess in einer Tonschale, der «scivedda», mit Wasser benetzt und mit kreisenden Bewegungen zu kleinen Kügelchen geformt. Genau diese unregelmässige, lebendige Struktur macht Fregola so besonders.

Casa del Grano gehört zu den ganz wenigen Betrieben, die diese Herstellung in grösserem Massstab wirklich beherrschen. Nach unserem Wissen sind sie die Einzigen mit einer grossen Produktionsmaschine für Fregola. Das klingt vielleicht technisch, ist aber entscheidend: Nur so lässt sich die typische Form, die richtige Röstung und eine verlässliche Qualität in ausreichender Menge erreichen.

Die handwerkliche Erfahrung, die Suche nach gutem Griess und die angepasste Technik machen den Charakter des Betriebs aus. Fregola, Malloreddus und Maccarronis de busa entstehen weiterhin nach sardischer Tradition, mit langen Röst- und Trocknungszeiten.

Das Resultat sind Teigwaren, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch beim Kochen funktionieren. Und das ist bei Pasta bekanntlich nicht ganz nebensächlich.

Malloreddus Medi und Malloreddus Grossi gehören zu den sardischen Klassikern. Ihre Form nimmt Sauce wunderbar auf, was bei Pasta ungefähr so wichtig ist wie gute Laune am Tisch.

Fregola mit Salsiccia, Tomaten und Pecorino

Für 4 Personen

Zutaten 320 g Fregola Sarda 300 g Salsiccia, aus der Haut gelöst 1 Zwiebel, fein gehackt 1 Knoblauchzehe, fein gehackt 400 g gehackte Tomaten oder passierte Tomaten 1 EL Tomatenmark 7 dl Gemüsebouillon, warm Olivenöl Salz und Pfeffer etwas Peperoncino, nach Lust Pecorino, frisch gerieben Petersilie oder Basilikum Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl langsam andünsten. Die Salsiccia dazugeben und mit der Kelle grob zerdrücken, bis sie schön angebraten ist.

Tomatenmark kurz mitrösten, dann die Tomaten dazugeben. Alles 10 Minuten leise köcheln lassen.

Die Fregola direkt in die Sauce geben und nach und nach warme Bouillon angiessen, ähnlich wie bei einem Risotto. Immer wieder rühren und Bouillon nachgeben, bis die Fregola gar ist. Das dauert je nach Grösse etwa 12 bis 18 Minuten.

Am Schluss soll das Ganze saftig und cremig sein, nicht trocken. Mit Salz, Pfeffer und etwas Peperoncino abschmecken. Pecorino darüberreiben und mit Petersilie oder Basilikum servieren.

Kleiner S-Fabrik-Hinweis

Fregola darf ruhig ein bisschen Biss haben. Wenn sie aussieht wie Risotto, aber nach Sardinien schmeckt, bist du ziemlich nah dran. Und bitte nicht zu trocken servieren, sonst wird aus Freude schnell Vogelfutter mit Ambitionen.

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