Isole e Olena

San Donato in Poggio, Toscana, Italien

Mit Isole e Olena verbindet Scala Vini eine über dreissigjährige Zusammenarbeit. Paolo de Marchi war damals gerade dabei, die grossen Möglichkeiten der Sangiovese-Traube voll auszuschöpfen. Der Cepparello ist für uns ein Klassiker und ein Prototyp des Chianti-Gebiets geblieben. Seit 2022 hat sich Paolo entschieden, sein Lebenswerk in die Hände der französischen Familie Descours zu geben.

Emanuele Reolon der neue Estate Director

Isole e Olena San Donato in Poggio, Toscana, Italien

Mit Isole e Olena verbindet Scala Vini eine über dreissigjährige Zusammenarbeit. Als wir Paolo de Marchi kennenlernten, war er gerade dabei, das Potenzial der Sangiovese-Traube neu zu definieren. Der Cepparello, den er seit 1981 keltert, ist für uns bis heute ein Klassiker – ein Prototyp für das, was das Chianti-Gebiet kann, wenn man Geduld, Respekt und Feingefühl aufbringt.

Wer die Chance hatte, einen 1986er oder 1990er Cepparello zu probieren, versteht, wie gross die Sangiovese sein kann: beerig, fein, langlebig.

Natürlich gab es Jahre, in denen auch Paolo an der Traube zweifelte. Wie viele andere experimentierte er mit Cabernet Sauvignon, Syrah und Chardonnay. Doch anders als viele Kollegen blieb er seiner Linie treu: Im Chianti Classico setzt er konsequent auf Sangiovese und Canaiolo – fein, elegant und unverfälscht.

Während dunkle, holzbetonte Chianti Mode wurden, blieb Paolo bei seinem Stil: filigran, präzise, ehrlich. Und er zeigte, dass auch seine internationalen Sorten – Cabernet, Syrah, Chardonnay – Weine von Rang sein können. Wer seinen Chardonnay probiert, zweifelt an vielem, was im Burgund in Flaschen kommt.

Nicht zu vergessen ist der Vin Santo aus natürlich getrockneten Trauben, der fünf bis sechs Jahre ohne Umzug in kleinen Caratelli-Fässern auf der eigenen Hefe reift – ein goldener Wein, aromatisch nach Nüssen, Rosinen und Honig, mit endlosem Nachhall.

Seit 2023 verantwortet Emanuele Reolon die Kellerarbeit bei Isole e Olena – er führt Paolos Handschrift weiter und bringt zugleich neue Energie und Präzision ins Weingut.

Unser erster Besuch bei Isole e Olena seit der Übergabe des Gutes von der Familie De Marchi an Christopher Descours und seine Familie. Über Jahrzehnte hinweg haben die De Marchis diese aussergewöhnlichen Ländereien geprägt. Seit 2022 wird dieses Erbe im Zeichen der Kontinuität weitergeführt, mit zusätzlichen Ressourcen für eine noch sorgfältigere Entwicklung des weinbaulichen Potenzials.

Die Vision der neuen Eigentümer folgt klar jener der Vorgänger einem aussergewöhnlichen Terroir eine Stimme zu geben, durch charakterstarke, authentische Weine. Die oft gehörten Befürchtungen «alles werde industrieller, mehr Masse statt Klasse» erweisen sich vor Ort als haltlos. Nichts davon.

Das Team um Emanuele Reolon, neuen Estate Director, hat in kürzester Zeit Grossartiges geleistet. Querterrassierungen mit Trockenmauern aus eigenen Steinen, neue Anlagen horizontal angelegt, um Wasserführung und Erosion besser zu kontrollieren. (Siehe Bild unten)

Sorgfältig überarbeitete Sangiovese Selektionen bringen mehr Typizität, Eleganz und Präzision ins Glas. Auch die Chardonnay Lagen werden mit grossem Respekt gepflegt. Im Keller wird präzise und mit Gefühl gearbeitet.

«Ein lang gehegter Traum von Paolo De Marchi ist nun Wirklichkeit.»

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