
Sarubbi
Santa Maria del Cedro, Calabria, Italien
Sarubbi ist ein Familienbetrieb aus Santa Maria del Cedro in Kalabrien. Unter der Linie «Delizie per il Palato» entstehen typische kalabrische Spezialitäten: Peperoncini, Sott’oli, Saucen, Gewürze, Zwiebelkonfitüren und Produkte rund um den Cedro, die grosse Zitratzitrone der Riviera dei Cedri. Kalabrien schmeckt hier nach Sonne, Schärfe, Gemüse, Öl und einer Küche, die nicht um Erlaubnis fragt.
Kalabrien im Glas
Sarubbi kommt aus Santa Maria del Cedro, an der Riviera dei Cedri in Kalabrien. Das ist der Norden der Region Cosenza, zwischen Meer, Bergen, Zitrusfrüchten, Gemüsefeldern und einer Küche, die ziemlich genau weiss, was sie will. Mild und unauffällig gehört eher selten dazu.
Der Betrieb trägt den Namen seines Gründers Giuseppe Sarubbi und wird als Familienunternehmen beschrieben. Unter der Linie «Delizie per il Palato» entstehen typische kalabrische Spezialitäten: Sott’oli, also in Öl eingelegte Gemüse, Saucen, Gewürze, Marmeladen, Konfitüren und vor allem Produkte mit Peperoncino. Dazu kommen Spezialitäten mit Cedro, der grossen Zitratzitrone, für die Santa Maria del Cedro berühmt ist.
Kalabrien ist nicht nur scharf. Aber scharf ist hier schon ziemlich wichtig. Seit der Peperoncino im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Europa kam, wurde er in Kalabrien heimisch wie kaum anderswo. Er würzt Öl, Salami, Pasta, Saucen, Gemüse und natürlich die ’Nduja. Wenn Italiener «alla calabrese» sagen, ist meistens klar: Da kommt Feuer ins Spiel.
Sarubbi arbeitet genau mit dieser Welt. Besonders bekannt sind die scharfen Cremes und Peperoncino-Spezialitäten, etwa die «Super Piccanti» für jene Menschen, die beim Essen nicht nur Geschmack, sondern auch eine kleine Mutprobe suchen. Daneben gibt es mildere Sott’oli, Bruschetta-Mischungen, Saucen, Gewürze und Konfitüren.
Für uns besonders schön ist die Tropea-Zwiebelkonfitüre. Die Cipolla Rossa di Tropea gehört zu den grossen Produkten Kalabriens: süss, aromatisch, saftig und viel feiner, als man bei einer Zwiebel zuerst erwartet. Als Konfitüre passt sie wunderbar zu Käse, Pasteten, Terrinen, Fleisch, gegrilltem Gemüse oder einfach zu einem Stück gutem Brot. Das klingt harmlos, verschwindet aber ziemlich schnell vom Teller.
Die kalabrische Küche lebt von Gegensätzen. Meer und Gebirge, Fisch und Wurst, Gemüse und Wildschwein, Peperoncino und süsse Zwiebel, Olivenöl und eingelegte Vorräte. Vieles hat mit Haltbarmachung zu tun: trocknen, einlegen, einkochen, würzen. Was früher Vorratswirtschaft war, ist heute eine sehr direkte, kräftige und ehrliche Küche.
Wir waren selbst noch nie bei Sarubbi in Kalabrien. Das sagen wir lieber offen, bevor wir so tun, als hätten wir mit Giuseppe unter einem Cedro-Baum über Peperoncini philosophiert. Was uns aber überzeugt, sind die Produkte: klar im Geschmack, typisch kalabrisch, manchmal scharf, manchmal süss, oft beides zusammen, und immer mit genug Charakter, um einem einfachen Teller sofort Richtung zu geben.


Peperoncino, Tropea-Zwiebeln und kalabrische Vorratsküche: Bei Sarubbi kommt viel Geschmack ins Glas, manchmal auch etwas mehr Feuer als geplant.
Typische Produkte dieses Produzenten







