
G.D. Vajra
Barolo-Vergne, Piemonte, Italien
Aldo und Milena Vajra stehen für einen Barolo-Stil voller Harmonie, Frucht und Eleganz. Mit Scala Vini verbindet sie eine lange Geschichte: Laut Aldo war Christoph der erste Importeur von G.D. Vajra. Heute sind Giuseppe, Francesca und Isidoro fest im Betrieb integriert und führen die Arbeit der Familie weiter.


Hochgelegene Reben um Vergne, Blick Richtung Monte Rosa und ein Keller, in dem jedes Detail Teil des Ganzen ist. Bei Vajra wirkt nichts zufällig.
Das Gesamtkunstwerk von Aldo und Milena
Aldo und Milena Vajra kann man nur mit grosser Hochachtung beschreiben. Bei ihnen spürt man auf Schritt und Tritt die Suche nach Harmonie: im Rebberg, im Keller, in der Familie und in der Art, wie sie über Wein sprechen. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts eilig, nichts bloss dekorativ.
Für Scala Vini ist diese Verbindung besonders. Aldo selbst hat uns bestätigt: Christoph war der allererste Importeur von G.D. Vajra weltweit. Das war zu einer Zeit, als der Name Vajra international noch nicht den Klang hatte, den er heute besitzt. Manchmal sieht man früh etwas, und dann muss man einfach dranbleiben.
Das Weingut liegt in Vergne, im westlichen Teil des Barolo-Gebiets. Die Familie bewirtschaftet dort unter anderem den Bricco delle Viole, eine der höchstgelegenen Lagen der Gemeinde Barolo. Gerade diese Höhe prägt den Stil: mehr Frische, mehr Duft, mehr Spannung und eine Nebbiolo-Aromatik, die nicht auf Schwere angewiesen ist.
Aldo begann mit wenigen Hektaren, die er von seinem Grossvater geerbt hatte. Weil er damals noch minderjährig war, wurden die ersten Dokumente von seinem Vater Giuseppe Domenico unterschrieben. Daher auch der Name G.D. Vajra. Aus diesem Anfang entstand über Jahrzehnte ein beeindruckender Familienbetrieb, der heute von Aldo und Milena zusammen mit ihren Kindern Giuseppe, Francesca und Isidoro geführt wird.
Während sich viele um die berühmtesten Barolo-Lagen stritten, suchten die Vajras ihren eigenen Weg. Sie setzten auf die hochgelegenen Lagen um Vergne, auf Frische, Aromatik und Eleganz. Dort pflanzten und pflegten sie Nebbiolo, Dolcetto, Barbera, Riesling und auch Freisa, eine alte Sorte des Piemonts, die beinahe aus dem Rampenlicht verschwunden war.
Diese Entscheidungen prägen den Stil bis heute. Die Weine von Vajra sind nicht schwer, nicht dunkel geschminkt und nicht auf schnelle Wirkung gebaut. Sie haben Traubigkeit, Frucht, Frische und eine fast burgundische Harmonie. Selbst der Barolo «Albe» zeigt diese feine Seite des Nebbiolo: Beeren, Blüten, Klarheit und Trinkfluss, ohne die Tiefe zu verlieren.
Besonders wichtig ist der Barolo «Bricco delle Viole». Diese hochgelegene Lage gehört zu den prägenden Orten des Betriebs. Mit alten Reben, kühlerem Klima und langer Reifezeit entstehen hier Weine mit feinziselierter Nebbiolo-Aromatik, Saftigkeit, Tiefe und grossem Alterungspotenzial.
Auch abseits des Barolo zeigt Vajra viel Charakter. Dolcetto und Barbera gehören für uns regelmässig zur Spitze der Langhe. Der Freisa ist eine besondere Herzenssache: wild, würzig, mit Wald- und Unterholznoten. Jung kann er kantig sein, mit den Jahren wird er komplex, tief und hocharomatisch. Ein Wein zu Wild, und manchmal auch ein Wein mit Wildheit.
Fast klammheimlich haben sich die Vajras zudem in Sinio, nahe den grossen Barolo-Lagen von Serralunga, eingekauft. Diese Rebberge zeigen ähnliche Merkmale wie die berühmten Nachbarn, wurden aber historisch nicht ins Barolo-Gebiet einbezogen. Für Vajra ist das kein Problem. Wenn die Qualität stimmt und Vajra auf der Etikette steht, braucht es nicht immer den lautesten Namen.
Heute sichern Giuseppe, Francesca und Isidoro die Zukunft dieses Betriebs. Sie führen weiter, was Aldo und Milena aufgebaut haben: ein Weingut, das Tradition nicht als Museum versteht, sondern als Verantwortung. Für uns bleibt G.D. Vajra deshalb einer der grossen Klassiker im Sortiment. Nicht nur wegen der Weine, sondern wegen der Haltung dahinter.
Typische Produkte dieses Produzenten









