
Il Mongetto
Monferrato, Piemonte, Italien
Il Mongetto ist Roberto Santopietros Welt in Gläsern: Mostarda d’Uva, Antipasti, gefüllte Peperoni, Saucen, Konfitüren, Anchovis und piemontesische Spezialitäten aus Vignale Monferrato. Roberto ist ein Tausendsassa mit grossem Geschmack und einem noch grösseren Netzwerk. Aus Nonna Palmiras schwarzem Rezeptbuch wurde Anfang der 1980er-Jahre ein Betrieb, der heute das Monferrato weit über die Region hinaus bekannt macht.


Bei Il Mongetto wird das Monferrato ins Glas gebracht: Gemüse, Früchte, alte Rezepte und sehr viel Handarbeit. Die gefüllten Peperoni sind dabei keine Nebensache.
Roberto Santopietro und das Monferrato im Glas
Il Mongetto beginnt Anfang der 1980er-Jahre in Vignale Monferrato. Roberto Santopietro und seine Frau Margherita lesen damals aufmerksam und ziemlich genussfreudig in Nonna Palmiras berühmtem schwarzem Rezeptbuch. Aus dieser Lektüre entstehen erste Versuche in einer kleinen Werkstatt: Mostarda d’Uva, Pflaumen, Aprikosen und Pfirsiche in Sirup, dazu Konfitüren und weitere Spezialitäten.
Was als kleine Produktion für Familie, Freunde und die Umgebung beginnt, wächst rasch weiter. Die Produkte finden ihren Weg in gute Feinkostläden in Turin, Mailand, Venedig, Cortina und Rom und bald auch ins Ausland. 1998 gründeten Roberto und Margherita zusammen mit vertrauten Mitarbeiterinnen die Cooperativa Mongetto. Heute gehören auch Giacomo und Agnese zur Geschichte des Betriebs, zusammen mit langjährigen Menschen, die Mongetto mittragen.
Roberto ist dabei nicht einfach Produzent. Er ist ein Sammler von Geschmack, ein Netzwerker, ein Geschichtenerzähler und ein ziemlich unermüdlicher Botschafter des Monferrato. Einer, der sofort versteht, ob ein Produkt Seele hat oder nur hübsch verpackt ist. Solche Menschen sind selten, und man sollte ihnen zuhören, auch wenn sie manchmal drei Umwege nehmen, bevor sie zum Punkt kommen.
Sein Netzwerk reicht weit über Vignale hinaus. Mit Giovanni Gregoletto verbindet ihn eine enge Freundschaft, ebenso mit anderen Menschen, die für gutes Handwerk, gute Weine und gute Destillate brennen. Roberto kennt diese Welt nicht aus Katalogen, sondern vom Tisch, aus Kellern, aus Küchen und von Produzenten, die etwas können. Wenn er etwas empfiehlt, dann meistens nicht aus Zufall.
Die Philosophie von Il Mongetto ist einfach: regionale Traditionen suchen, gute Zutaten auswählen, Rezepte ernst nehmen und daraus Produkte machen, die nicht nach Industrie schmecken. Mostarda d’Uva, Antipasto, Peperoni ripieni, Bagna Cauda, Saucen, Konfitüren oder Anchovis sind hier nicht einfach Artikel im Regal, sondern kleine piemontesische Essgeschichten.
Besonders schön ist, dass Il Mongetto nie steril wirkt. Die Gläser haben Farbe, Duft, Säure, Süsse, Würze und manchmal auch eine kleine freche Kante. Genau so soll das sein. Ein Antipasto darf nicht schmecken, als hätte es Angst vor dem eigenen Gemüse.
Roberto hat aus dem alten Rezeptbuch von Nonna Palmira keinen Nostalgieladen gemacht, sondern eine lebendige Küche im Glas. Das ist vielleicht sein grösstes Talent: Tradition so zu bewahren, dass sie nicht im Museum landet, sondern auf dem Tisch.




Typische Produkte dieses Produzenten







